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Das beste Jug ist das, was am besten klingt. Es dient ja als Resonator der Musik, die an den Lippen entsteht und verstärkt den Klang. Um herauszufinden, welches Jug geeignet für dich ist, ist es sinnvoll, verschiedene Gefäße auszuprobieren. Gutklingende Jugs aus unterschiedlichen Materialien sind denkbar, so gibt es solche aus Kunststoff oder Glas, aus Metall und natürlich aus Keramik. Ich selbst habe gute Erfahrungen gemacht mit einem 5 Liter-Kunststoff-Jug. Es hat einen warmen, klaren Ton, und es spricht gut an beim Spielen. Auch für Einstieger kann ein solches Jug gute Dienste tun, da es die Anschaffungskosten niedrig hält und schon mal einen guten Eindruck gibt, wie es sich anfühlt, ein Jug zu blasen.

Egal, welchen Krug oder welche Kanne du ausprobierst, achte darauf, sie vorher auszuspülen. Wenn du hinein bläst, kann es sein, dass du den Staub oder die Dämpfe, die sich im Jug angesammelt haben, dann im Gesicht hast. Gründliches Auswaschen verhindert auch, dass du immer noch die Flüssigkeit riechst, die vorher in der Kanne oder Flasche aufbewahrt wurde. Eine wichtige Voraussetzung für ein gutes Jug ist, dass die Öffnung groß genug ist, damit die Luft sowohl hinein geblasen werden kann, aber gleichzeitig auch wieder entweichen kann. Der Klang soll ja auch in das Jug hinein kommen, damit er dort resonieren kann. Die Öffnung einer normalen Flasche ist für diesen Zweck zu klein. Eine größere Öffnung macht dies leichter.

Manche Jugs aus Metall oder auch Glas können eine bestimmte Eigenfrequenz haben, die beim Spielen störend sein kann, grade wenn die Frequenz ganz anders ist als die Harmonie, in der du spielst. Wenn du ein Jug ausprobierst, achte einfach darauf, wie stark diese Eigenfrequenz ist. Sie sollte nicht zu stark sein. Das „Standard-Jug“ ist aus Keramik mit einem Fassungsvermögen von drei bis vier Liter, aber die Größe kann gerne variieren. In den 1920er und 30er Jahren haben die Jug-Spieler in den USA meist ein Jug mit einer bestimmten Form verwendet. Auf alten Abbildungen ist diese Form sehr gut zu erkennen. Solche Gefäße sind heute fast völlig aus unseren Haushalten verschwunden, weswegen es auf den ersten Blick nicht so leicht fällt, ein Jug mit dieser „klassischen“ Form zu finden. Auch darum sind viele Jug-Spieler recht erfinderisch in Bezug auf das, was sie als Jug verwenden.

Da es ja auf den Klang und die Resonanz des Klangs ankommt, hast du auch alle Freiheiten, das als Jug zu verwenden, was du für den besten Klangkörper erachtest.